Infoabend mit Valentin Thurn & „Containern ist kein Verbrechen!“

Dienstag, 11. April 19:00 – HKW 1 (RWTH-Hörsaal, Wüllnerstraße 1 – direkt hinter dem Super C)

In Deutschland werden bis zu 50 Prozent der Lebensmittel auf den Müll geworfen. Das macht jährlich laut WWF 18,5 Millionen Tonnen. Das ist eine immense Lebensmittel- und damit Ressourcenverschwendung, die nicht sein muss.

Wer wirft sie weg? Und warum? Was sind die ökologischen und sozialen Folgen? Welche Maßnahmen sind geeignet, wenn man dagegen vorgehen möchte?

Auf diese und viele weitere Fragen wird Valentin Thurn eingehen. Er ist Dokumentarfilmer und u.a. bekannt für seinen Film „Taste the Waste“ sowie Mitbegründer von Foodsharing.

Im Anschluss werden Aktivist*innen vom Aachener Bündnis „Containern ist kein Verbrechen!“ berichten: Im Juni werden zwei Aachener vor Gericht gestellt, weil sie containert haben sollen. Die Entnahme genießbarer Lebensmittel aus Supermarkt-Mülltonnen wird in Deutschland als Diebstahl gewertet, immer wieder bekommen Menschen deswegen Anzeigen. Dagegen organisiert das Bündnis Proteste, derzeit läuft auch eine Petition an den Bundestag. Damit soll Druck aufgebaut werden, um den Diebstahlparagraphen zu ändern.

Wir freuen uns auf eine tolle Veranstaltung. Helft bitte mit, die Info zu verbreiten, und ladet viele Menschen ein!

Die Veranstaltung wird durchgeführt vom Bündnis „Containern ist kein Verbrechen!“ in Zusammenarbeit mit der Hochschulgruppe Die Linke.SDS Aachen

Demo am 8.4.

Weil eine Orange im Netz schlecht ist, weil die Gurke zu krumm ist oder weil eine neue Lieferung angekommen und kein Platz mehr im Regal ist: aus vielfältigen Gründen werden jedes Jahr in Deutschland über 11 Millionen Tonnen genießbare Lebensmittel im Wert von 25 Milliarden Euro in den Müll geworfen. Es gibt viele Menschen, die das nicht hinnehmen möchten und Containern gehen. Das heißt, sie holen gute Lebensmittel aus den Müllcontainern und bereiten sie auf.

Zwei Menschen in Aachen werden deswegen vor Gericht gestellt, denn manchen Supermärkten ist dies ein Dorn im Auge. Sie vernichten lieber genießbare Lebensmittel anstatt sie abzugeben.

Dagegen wollen wir gemeinsam am 8.4. um 14 Uhr vorm Elisenbrunnen protestieren. Nach einer Kundgebung mit verschiedenen kleinen kreativen Aktiönchen ziehen wir als Demonstration zum Theater.

Mit Aktivist*innen aus vielen Städten Deutschlands kämpfen wir derzeit für eine gesetzliche Entkriminalisierung von Containernden und für Maßnbahmen, um die massive, planmäßige Vernichtung genießbarer Lebensmittel zu bekämpfen. Dafür haben wir eine Petition an den Bundestag formuliert (siehe 242.blogsport.de). Mit der Demonstration wollen wir unseren Forderungen Nachdruck verleihen.

Kommt vorbei, bringt Bekannte mit und ladet viele Menschen zu dieser Veranstaltung ein! Wer selber etwas beitragen möchte, ist herzlich dazu eingeladen – bitte (zur Koordinierung) kurz bei uns melden, danke.

Containertour am 7.4.

Wir treffen uns am Mittwoch, den 7.4. um 22 Uhr am Aachener HBF (Bahnhofsvorplatz). Am nächsten Tag gibt es eine kleine Demonstration zum Thema (14 Uhr, Aachen Elisenbrunnen; hier wollen wir einen Teil der Beute verteilen).

Zuerst gibt es eine kurze theoretische Einführung.
Konkret heißt das, dass folgende Fragen behandelt werden:
- Ein bisschen was allgemeines zum Containern, unserem Bündnis und dem aktuellen Stand mit den Anklagen
- Der rechtliche Rahmen, in dem sich das Containern bewegt
- Gesundheit und Sicherheit
…und natürlich alle Fragen, die ihr mitbringt.
Sobald alles geklärt ist brechen wir in kleinen Gruppen zum Containern auf.
Natürlich darf sich jede und jeder eingeladen fühlen, teilzunehmen: Neulinge, die noch nie containert haben genauso wie die Teilnehmer*innen vom letzten mal und ‚alte Hasen‘.

Das solltest Du mitbringen:
- Taschen / Rucksack, der dreckig werden darf
- nicht die besten Klamotten
- Taschenlampe
- Handschuhe (Einweghandschuhe tun’s vollkommen – für alle, die keine zur Hand haben, bringen wir ein paar mehr mit).

Wenn Du hast außerdem ein Fahrrad oder ein Auto.

Naturgemäß ist das Containern selbst leider nicht barrierefrei, Rollstuhlfahrer*innen sind aber natürlich trotzdem eingeladen. Dabei sein ist ja auch schon was :)

Wir werden auch die Presse zu dem Event einladen.

Zeitlich werden wir bis ca. 1:00 Uhr unterwegs sein. Natürlich ist es möglich jederzeit zu gehen (zB wenn der letzte Bus kommt).

Wir freuen uns auf rege Teilnahme!

Beteiligt euch an bundesweiten Aktionstagen Anfang bis Mitte April!

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

in den letzten Wochen und Monaten haben wir gemeinsam sehr viel geschafft. Über 100.000 Unterschriften sind bei der Petition change.org/containern zusammengekommen. Etwa 130 Menschen aus allen Ecken Deutschlands haben bisher Info-Material bestellt und verbreiten nun Flyer, Plakate und Sticker. Zusammen mit anderen Aktivist*innen haben wir eine Petition an den Deutschen Bundestag entwickelt, die hoffentlich bald freigeschaltet wird. Zuletzt wurde der für den 11. April angesetzte „Container-Prozess“ in Aachen ein weiteres Mal verschoben. Wir gehen davon aus, dass angekündigte Protest-Aktionstage in Aachen eine ausschlaggebende Rolle dabei gespielt haben.

Das alles sind nur einige, wie wir finden sehr motivierende Beispiele.

Schaffen wir es, diesen Druck weiter zu steigern und bundesweit spürbar zu machen? Dieses Jahr sind Bundestagswahlen. Das erhöht die Chancen, dass Verbesserungen tatsächlich erreicht werden können.

Vor diesem Hintergrund, dass der Prozess verschoben wurde, haben wir – das Bündnis „Containern ist kein Verbrechen!“ – entschieden, nicht an den Aktionstagen in Aachen festzuhalten. Stattdessen möchten wir euch einladen, bundesweit – in möglichst vielen Städten – Aktionen durchzuführen. Ob es Flyerverteilungen oder Plakatierungen sind, Transparente aufgehängt oder ein Straßentheater durchgeführt wird, Info-Veranstaltungen oder Containertouren organisiert werden (oder was euch noch so alles tolles einfällt): Jede Aktion ist willkommen.

Unser Ziel ist es, dass vom 1. bis zum 15. April täglich mindestens eine Aktion durchgeführt und dokumentiert wird. Für alle, die ihre Sache vorher ankündigen wollen, werden wir einen Aktionskalender auf dem Blog 242.blogsport.de einrichten. Dort möchten wir auch alle dokumentierten Aktionen sammeln. Mit den Aktionen wollen wir natürlich einerseits Menschen über Lebensmittelvernichtung und die Kriminalisierung von Containernden aufklären. Es geht uns aber ebenso auch darum, der Presse etwas zu bieten, damit sie berichtet. Dadurch erhoffen wir uns einen größeren Erfolg der Petition.

Highlights werden dabei die Demonstrationen am 5.4. in Gießen und am 8.4. in Aachen sein. Ein paar weitere Aktiönchen sind gerade in der Planung. Aber wir werden (und können) nicht alle 15 Tage in Aachen aktiv sein. Jetzt kommt es also auf euch an: Wer kann sich vorstellen, sich zu beteiligen? Bei Bedarf geben wir gerne Tipps und Ratschläge.

Danke schon mal und beste Grüße
Das Aachener Bündnis „Containern ist kein Verbrechen!“

ps: Wenn ihr euch mit einer oder mehreren Aktionen beteiligen wollt, schreibt bitte eine Mail an AachenContainert@riseup.net

Prozess und Veranstaltung mit Valentin Thurn verschoben

Leider müssen wir die ursprünglich für den 3.4. geplante Veranstaltung mit Valentin Thurn auf den 11.4. verschieben. Zeit und Ort kommen noch.

Ebenfalls verschoben wird der Prozess gegen die beiden Aachener, denen vorgeworfen wird, sie hätten containert. Neuer Prozesstermin ist der 9.6.