Workshop auf dem Klimacamp

Auf dem Klimacamp im Rheinland werde ich am 22.8. einen Workshop anbieten. Dabei geht es u.a. um folgende Fragen:

- Warum ist das Containern eigentlich verboten? Wie sieht unser Kampf aus, das zu ändern?
- Wie viel Essen wird eigentlich vernichtet, von wem und warum?
- Kann man mit kritischem Konsum oder Konsumverzicht erfolgreich etwas daran ändern?
- Welche Initiativen bekämpfen Lebensmittelvernichtung auf welche Weise, und wie erfolgsversprechend sind ihre Konzepte?
- Wie könnte eine Gesellschaft aussehen, die darauf ausgelegt ist, die Bedürfnisse von Mensch und Natur zu befriedigen?

Natürlich sind das nur ein paar Leitfragen, je nach Interesse kann das vor Ort angepasst werden. Die genaue Zeit des Workshops wird wohl erst am Tag selber oer am Vortag festgelegt werden (aber es gibt sowieso ein vielfältiges Angebot an Workshops, hinkommen lohnt sich also in jedem Fall). Der Ort wird entweder das Linksjugend [’solid]-Barrio auf dem Klimacamp im Rheinland oder eins der Workshopzelte sein, Schaut vor Ort einfach auf die Aushänge.

Anreise und mehr Infos zum Klimacamp erfahrt ihr hier:
klimacamp-im-rheinland.de

Wer sich außerdem an den folgenden Aktionen gegen Braunkohleförderung beteiligen möchte sollte sich hier informieren:
ende-gelaende.org

Volle Bäuche statt volle Tonnen! Vortrag beim Niemandsland 017

Volle Bäuche statt volle Tonnen!

Fast die Hälfte aller Lebensmittel in Deutschland werden weggeworfen. Wer wirft sie weg? Und warum?
Immer mehr Menschen containern: Sie holen sich genießbare Lebensmittel aus den Mülltonnen der Supermärkte. Das ist in Deutschland verboten. Was findet man in den Tonnen? Worauf sollte man achten, wenn man mit dem Containern anfangen möchte? Warum ist das Containern illegal? Warum wird eigentlich viel mehr Essen produziert als benötigt? Wie kann man grundsätzlich etwas ändern?

Das sind einige der Fragen, wozu ich gerne was erzählen und meine Thesen mit euch diskutieren möchte. Dazu hat Rhizom 115 mich in ihre Jurte auf dem NIEMANDSLAND Festival 017 eingeladen. Also, wenn ihr da am Start seid und euch das Thema interessiert, kommt am Freitag (11.8.) spätestens um 19 Uhr zur Rhizom-Jurte.

(Das bin ich: Christian Walter, Betreiber von Aachen containert, Aktivist und Sozialist aus Aachen, Autor vom Buch „Volle Bäuche statt volle Tonnen!“)

Hinweis: Der Vortrag findet auf dem Festivalgelände statt, es kostet damit Eintritt. Alle Infos: http://www.niemandsland-festival.com/

Soli-Aktion in Gießen

In Gießen wurden offenbar abgeschlossene Lebensmitteltonnen befreit. Auf indymedia steht ein Text, der bezug auf unsere Kampagne und das (eingestellte) Verfahren nimmt. Wir wollen gerne darauf verweisen:
https://linksunten.indymedia.org/de/node/214908

Das Verfahren wurde eingestellt!

Soeben hat uns die Nachricht erreicht, dass das Containern-Verfahren gegen zwei Aachener eingestellt wurde. Am Tag vor dem angesetzten Gerichtsprozess wurde die zentrale Forderung von uns und weit über 125.000 Menschen, die unsere Petition unterzeichnet hatten, damit doch noch umgesetzt. Ein guter Grund zum Feiern!

Protest wirkt
Die zuständige Richterin soll sich demnach geäußert haben, dass es wichtigere Fragen gebe, mit der sich die Justiz zu beschäftigen habe. Vielleicht hat sie persönlich sich erst nach unserer Unterschriften-Übergabe gestern mit dem konkreten Fall beschäftigt – die Justiz als Institution hat aber seit bald zwei Jahren damit zu tun. Natürlich freuen wir uns trotzdem, denn späte Einsicht ist besser als gar keine. Aber so ganz wollen wir nicht an „Einsicht“ glauben, viel mehr sehen wir diese Entscheidung als Bestätigung, dass unsere (und eure!) massiven Proteste Wirkung zeigen.

Feiert mit uns!
Wir hatten vor dem angesetzten Prozess morgen früh zum Protest aufgerufen. Weil bei so einer kurzfristigen Absage sowieso nicht mehr alle diese Info mitbekommen, werden wir trotzdem da sein. Anstatt zu protestieren werden wir mit euch feiern und laden zum Picknick-Frühstück mit geretteten Lebensmitteln. Und protestieren gleichzeitig gegen Containern-Verfahren, die grad in anderen Städten vorbereitet werden. Kommt also morgen (Freitag) um 8:00 Uhr zum Amtsgericht Aachen (Adalbertsteinweg 92).
Kommt auch am Samstag um 15:00 Uhr zum Neumarkt im Frankenberger Viertel. Hier findet eine „Recht auf Stadt“-Aktion statt, im Rahmen dessen organisieren wir ein Picknick (ab ca. 16:00 Uhr im Frankenberger Park).

Containern entkriminalisieren!
Wir sind (natürlich!) sehr happy, denn die Einstellung des Verfahrens war das erste Ziel unseres Bündnisses. Die großen Aufgaben stehen aber noch an: Wir wollen das Containern grundsätzlich nicht mehr kriminalisiert wird und Supermärkte genießbare Lebensmittel, die für den Müll bestimmt sind, frei zugänglich machen müssen. Zudem weitere strukturelle und wirksame Maßnahmen gegen die Lebensmittel-Überproduktion und die damit einhergehenden, gravierenden Konsequenzen. Wir laden weiterhin herzlich zum Mitmachen ein und für alle, die sich bereits engagieren: bleibt aktiv!

10. Juni: Kundgebung, Demo, Picknick

Wir unterstützen diese Aktion und organisieren das Picknick:

Für guten und bezahlbaren Wohnraum • Für soziale und kulturelle Freiräume • Für mehr Grün in unserer Stadt • Für Teilhabe • Gegen Rassismus und andere Diskriminierungen • Für eine lebenswerte Stadt:

Für das Recht auf Stadt!

Dafür wollen wir am 10.6. auf die Straße gehen – mit Dir!

Wir treffen uns um 15:00 Uhr am Neumarkt im Frankenberger Viertel zur Kundgebung, gehen von dort als Demonstration zum Frankenberger Park und lassen den Tag mit einem Picknick und viel Spaß ausklingen lassen. Ihr dürft gerne Leckereien zum Picknick oder Spiele für den Park mitbringen :)